Krampfadern was tun?

„Lieber Laufen und Liegen statt Sitzen und Stehen“ – so die Zauberformel der Deutschen Venen-Liga. Bis zu 80% der erwachsenen Bevölkerung weisen Veränderungen der Venen in unterschiedlicher Ausprägung auf, Frauen häufiger als Männer. Bei etwa 20% sind Krampfadern (medizinisch Varizen) deutlich sichtbar.

Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem

Eine Krampfader ist eine erweiterte und geschlängelte Vene, die durch nicht mehr schließende Venenklappen entsteht. Dadurch versackt das Blut, der Druck auf die Venenwand steigt an und die Gefäße dehnen sich aus. Schwere müde Beine, Spannungsgefühle und Kribbeln sind die Folge. Vor allem abends, nach langem Stehen oder Sitzen und bei warmem Wetter nehmen die Beschwerden zu. Enge Kleidung, Übergewicht, Alkohol oder Medikamente wie die Antibaby-Pille oder Wechseljahreshormone können die Symptome verstärken. Defekte Venenklappen und erweiterte Venen sind nicht heilbar, allerdings kann die Ausprägung mit unterschiedlichen Maßnahmen gut behandelt werden.

Medizinische Kompressionsstrümpfe gehören dabei zur wichtigen Basistherapie. Durch den speziellen Strumpf werden überdehnte Venen zusammengedrückt, die Venenklappen können wieder besser schließen und der Blutfluss zurück zum Herz wird positiv beeinflusst. Regelmäßig getragen beugen die Strümpfe zudem der Entstehung neuer Krampfadern vor. Für die Wirksamkeit ist die Anmessung durch geschultes Apotheken- Personal besonders wichtig, sonst geht der Effekt nach hinten los.

Bild: © zlikovec – stock.adobe.com

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