Rheuma – Der fiese fließende Schmerz

Bei zahlreichen Beschwerdebildern (u.a. Arthrose, Arthritis, Morbus Bechterew, Fibromyalgie, Gicht) diagnostiziert der Facharzt „Rheuma“, mehr als 100 Erkrankungen werden dem rheumatischen Formenkreis zugeordnet. Der Bewegungsapparat, also Knochen, Muskeln, Sehnen, weiches Bindegewebe oder Gelenke sind betroffen. „Rheuma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Fließen“. Damit sind wir direkt beim Hauptsymptom, dem fließenden Schmerz, angekommen, der häufig als ziehend oder reißend empfunden wird. Die Erkrankung kann in allen Altersklassen auftreten, selbst Kinder können ,bereits unter rheumatischen Beschwerden leiden.

Der Schmerz wird in vielen Fällen durch eine Entzündung hervorgerufen, meist sind mehrere Gelenke gleichzeitig betroffen. Die rheumatoide Arthritis ist mit knapp 500.000 Patienten hierzulande die häufigste Form der Gelenkentzündung. ,Begleitend zum Schmerz können Symptome wie Schwellungen und Steifigkeit auftreten. Neben der erblichen Komponente als Auslöser zählen Stress und psychische Belastungen sowie schädliche Umweltfaktoren oder das Rauchen zu den Triggern. Die schulmedizinische Therapie sollte unbedingt physiotherapeutisch begleitet werden.

Zur Schmerzlinderung im Alltag:

• Fleischreiche und eiweißlastige Kost meiden. Rotes Fleisch, vor allem konventionelles Schweinefleisch aus Sojaschrotfütterung, enthält reichlich entzündungsfördernde Stoffe (Arachidonsäure).

• Viel Obst und Gemüse essen und auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung achten. Die Vitamine C, D und B12 sowie Zink, Magnesium und Calcium tun besonders gut.

• Den Säure-Basen-Haushalt im Bindegewebe ins Gleichgewicht bringen (besonders wichtig!).

• Entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren wie DHA und EPA täglich ergänzen (stecken in Hering, Lachs, Makrele, Walnüssen und schwermetallfreien Omega-3-Ölen).

• Der Natur vertrauen: Heilpflanzen wie Brennnessel, Birke, Löwenzahn oder Extrakte der afrikanischen Teufelskralle, von Curcuma oder des Weihrauchs und äußerlich auch Beinwell, Arnika oder Rosmarin können Linderung verschaffen.

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